Speichelsteine sind Konkrementablagerungen und bestehen
aus anorganischen
und organischen Substanzen. Kalziumkarbonat und Kalziumphosphat sind die wichtigsten
anorganischen Komponenten; Glycoproteine, Polysaccharide und Überreste
zerfallener Zellen (Zelldetritus) bilden die organischen Bestandteile des Steins.
Speichelsteine finden wir am häufigsten in der Unterkieferspeicheldrüse, weil das Sekret der Unterkieferspeicheldrüse zähflüssiger ist als das der Ohrspeicheldrüse und der Ausführungsgang der Unterkieferspeicheldrüse von unten nach oben verläuft, relativ lang ist und im hinteren Mundbodenbereich einen Knick aufweist. Speichelsteine der Unterkieferspeicheldrüse treten in 80-90 % der Speichelsteine im Ausführungsgang auf. Die Grösse dieser Ablagerungen kann nur wenige Millimeter, aber auch mehrere Zentimeter betragen.
Speichelsteine bleiben oft lange Zeit unbemerkt. Man nimmt an, dass ihr Durchmesser jährlich um zirka einen Millimeter zunimmt. Besonders häufig manifestiert sich ein Speichelstein erstmals in der warmen Jahreszeit, wenn der Patient zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt und dadurch zu wenig Speichel produziert.
Bei ungefähr 1 % der Steinträger wird die Diagnose als Zufallsbefund ohne Symptomatik gestellt, zum Beispiel im Rahmen einer zahnärztlichen Behandlung. Eine Ultraschalluntersuchung kann die Verdachtsdiagnose bestätigen.