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Speichelsteine

SpeichelsteineBis vor wenigen Jahren mussten 70-80 Prozent aller Patienten bei der Diagnose "Speichelstein" operiert werden. Die betroffene Speicheldrüse wurde dabei komplett entfernt. Eine operative Entfernung der betroffenen Drüse ist mit dem Risiko verbunden, benachbarte Strukturen wie z. B. Gesichtsnerven zu verletzen. Höchste Prioritäten haben die Schonung der Gesichtsnerven sowie nebenwirkungsarme und drüsenerhaltende Speichelsteinbehandlungen.

Bei grösseren Steinen der Ohrspeichel- und Unterkieferdrüsen und entsprechenden Gangabschnitten ist die drüsenerhaltende, sonografisch kontrollierte Extrakorporale Stosswellenlithotripsie seit 1996 die Therapie der ersten Wahl vor einer Operation. Die Steindesintegration gelingt dabei in der Regel so vollständig, dass die Speichelsteinbruchstücke als sandartiges Material mit Hilfe medikamentöser Speichelflussanreger über den natürlichen Drüsenausführungsgang ausgeschieden werden.

Verletzungen der Gesichtsnerven und andere bekannte Operationsrisiken werden mit der Stosswellenlithotripsie vermieden. Das schonende und relativ schmerzlose Verfahren erfordert sehr selten eine örtliche Betäubung und ermöglicht auch die Behandlung von Risikopatienten, sofern die Ausschlusskriterien beachtet werden.